CBD – auch bei Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Option?

Kinder und CBD. Jugendliche und CBD. Geht das überhaupt? Mit dieser Frage sind wir in den vergangenen Wochen immer wieder konfrontiert worden – und das hat uns dazu bewogen, uns selbst intensiv diesem Thema zu widmen. Erst einmal das Wichtigste vorweg: CBD kann sowohl von Kindern als auch von Jugendlichen eingenommen werden. Denn anders als das psychoaktive Tetrahydrocannabinol, kurz THC, macht es nicht süchtig. Im Gegenteil: Dem Wirkstoff CBD werden zahlreiche positive und gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Und davon können auch Kinder und Jugendliche profitieren.


Zunächst einmal scheint es aber spannend zu sein, einen Blick darauf zu werfen, wie Cannabidiol generell im menschlichen Körper wirkt. Unser Körper verfügt über ein sogenanntes Endocannabinoid-System, das Teil des Nervensystems ist. Dieses besteht aus zwei primären Zellrezeptoren, den CB1- und den CB2-Rezeptoren. Bildlich gesprochen kann man sich diese als Schlösser vorstellen, die sich mit Schlüsseln, in unserem Fall Moleküle, öffnen lassen. Ein geöffnetes Schloss ist gleichbedeutend mit einer Nachricht an die Zellen. Im Falle von CB1-Rezeptoren betrifft dies hauptsächlich Nachrichten an die Nervenzellen. Sie wirken sich also beispielsweise auf Bewegung, Koordination, Gedächtnis oder Emotionen aus. Im Falle von CB2-Rezeptoren geht es um Nachrichten an das Immunsystem. Das bedeutet also, dass sie mit Schmerzen und Krankheiten in Verbindung gebracht werden.


 

Ein Schlüssel für unser Nervensystem


Schlüssel zum Öffnen der Schlösser und zum Senden von Nachrichten sind Cannabinoide. Diese werden einerseits vom Körper selbst produziert (Endocannabinoide), können andererseits aber auch von außen zugeführt werden. Etwa in Form von den in CBD-Produkten enthaltenen Cannabinoiden. Sie aktivieren das Endocannabinoidsystem – und zwar stärker als körpereigene Cannabinoide. Dabei binden sich diese nicht an Rezeptoren, sondern fungieren viel mehr als Hemmstoff für das Enzym FAAH. Dieses ist beispielsweise an der Regulierung von Angstzuständen beteiligt und hat auch Einfluss auf Entzündungen im Körper. Zudem wird eine Hemmung von FAAH auch bei Tumorerkrankungen eingesetzt. Das bedeutet, vereinfacht gesagt, dass sich eine Hemmung dieses Enzyms positiv auf den Körper auswirken kann.


Und das eben auch durch die Einnahme von CBD bei Kindern und Jugendlichen. Einsatzmöglichkeiten von CBD bei Kindern und Jugendlichen sind:


  • Angstzustände
  • Stress
  • Depressionen

CBD wird in allen diesen Fällen eine positive Wirkung zugeschrieben. Allerdings solltest Du immer vorher Rücksprache mit dem Kinderarzt halten und den Vorschlag an ihn herantragen. Gerade dann, wenn Dein Kind auch andere Medikamente einnimmt, geht es beispielsweise um Wechselwirkungen. Zudem ist die Einnahme von CBD bei Kindern und Jugendlichen noch nicht so intensiv erforscht wie bei Erwachsenen. Du und der behandelnde Arzt, ihr kennt das Kind am besten und solltet im Dialog entscheiden, ob die Einnahme von CBD eine sinnvolle Alternative zu schulmedizinischen Maßnahmen sein kann.


Können bei der Einnahme von CBD Nebenwirkungen auftreten?


Grundsätzlich ist der natürliche und aus der Hanfpflanze extrahierte Wirkstoff CBD gut verträglich. Und er weist sicherlich weniger Nebenwirkungen auf als herkömmliche Medikamente. Zu den Nebenwirkungen können, in Ausnahmefällen, ein trockener Mund, niedriger Blutdruck und Müdigkeit zählen. Auch deswegen ist es wichtig, CBD auch und gerade bei Kindern und Jugendlichen ordnungsgemäß zu dosieren. Sinnvoll ist es, mit einer niedrigen Dosis zu beginnen und diese bei Bedarf zu erhöhen. Auch hier ist es empfehlenswert, Rücksprache mit einem Arzt zu halten.


CBD ist übrigens in ganz unterschiedlichen Formen erhältlich. Am meisten wird es sicherlich in Form von CBD-Öl konsumiert. Dieses träufelt man sich beziehungsweise dem Kind unter die Zunge. Dort können die Schleimhäute den Wirkstoff am besten aufnehmen und von dort gelangt er unmittelbar in den Blutkreislauf. Allerdings wird der nussige Geschmack von CBD-Öl gerade von Kindern und Jugendlichen gelegentlich als unangenehm empfunden. Deswegen bieten sich auch Kapseln, zum Schlucken oder als sich auflösendes Pulver, an. Allerdings ist hier die Wirkung nicht so intensiv wie bei der Einnahme von CBD-Öl und sie setzt mit zeitlicher Verzögerung ein.


Wir raten Dir: Teste aus, welche Form von CBD am besten für Dich beziehungsweise Dein Kind geeignet ist. Halte aber unbedingt vorher Rücksprache mit einem Arzt und frage ihn nach seiner Einschätzung. Grundsätzlich steht der Einnahme von CBD bei Kindern und Jugendlichen jedenfalls nichts im Weg.